Gutes Marketing schreit nicht, sondern überzeugt. In einem intensiven Kursus habe ich gelernt, wie man dies geschickt in Text verpackt, und texte nun mit dem Copywriting-Gelbgurt um die Hüften.
Von Technik zu Marketing
Auf meinem Schreibtisch landeten in den ersten Berufsjahren vor allem Softwarelokalisierung und Bedienungsanleitungen, doch im Laufe der Zeit hat sich der Schwerpunkt meiner Texte immer mehr zu Marketingtexten verschoben. Da ich Texte seit vielen Jahren nicht nur übersetze, sondern auch selbst schreibe, wollte ich dafür ein solideres Fundament haben als „nur“ jahrelange Erfahrung.
Deshalb entschied ich mich Anfang 2024 für den Kurs „Gelbgurt Copywriting“ von Daniela Rorig*. Ich kannte ihr Buch „Texten können“, sah das Wissen und die Erfahrung dahinter und mochte Danielas erfrischend lockeren Stil. Copywriting ist Werbetexten, aber nicht auf die platte, aufdringliche Art, die uns seit Jahrzehnten nervt: In diesem Kurs lernt man, wie man echte Nutzenbotschaften souverän serviert.
Textmuskel-Intensivtraining im Dojo
Karate-Fan Daniela lud ins Copywriting-Dojo ein und hier schlug der Kurs in zehn Modulen mit jeweils mehreren Lektionen einen großen Bogen: vom Entwickeln der Textbotschaft über knackige Headlines und längere Verkaufstexte bis hin zu vielfältigen stilistischen Kniffen. Und weil man Texten nur beim Tun lernt, gab es zu jeder Lektion mehrere fantasievolle Übungsaufgaben.
Meine Lieblingsaufgabe dabei: witzige Lieferando-Headlines erfinden. Sie kennen doch bestimmt die Großplakate dieses Essen-Lieferdienstes mit Sprüchen wie „Isch bin dir Farfalle“ – neue Plakate in diesem Stil waren gefragt. Nachdem mein Hirn die nötige Betriebstemperatur erreicht hatte, haute es einen coolen Spruch nach dem anderen raus und ich hatte so viel Spaß! (Die Ergebnisse verrate ich hier aber nicht, am Ende klaut Lieferando die noch.)
Genauso wertvoll wie die Übungen waren die wöchentlichen Zoom-Termine mit all den anderen, die auch gerade für ihren Gelbgurt trainierten. Hier haben wir unsere Übungstexte oder auch aktuelle Textaufträge gezeigt und gemeinsam besprochen. Es war faszinierend, wie Daniela zu jedem – ihr unbekannten – Text sofort fundierte Anmerkungen und gute Verbesserungsvorschläge hatte. Doch auch aus der Gruppe kamen immer starke Ideen, und Mitdenken ist ja bestes Training. So habe ich viel in unseren „Copytalks“ gelernt. Danke an alle, die dabei waren!
Kiefheim: Farbe grün, Gurt gelb!
Irgendwann hatte ich die Lektionen durchgearbeitet, alle (na gut: fast alle) Übungsaufgaben bearbeitet und mich trennte nur noch die Abschlussarbeit vom Gelbgurt. Ich hatte die Wahl, vorgegebene Aufgaben zu bearbeiten oder einen eigenen Marketingtext zu schreiben. Mir war gleich klar, dass es der eigene Text werden sollte, denn meine Website brauchte frischen Wind. Trotzdem habe ich die Abschlussarbeit vor mir hergeschoben, aber nun, im November 2025, ist es endlich geschafft: Ich habe „mit Bravour“ (O-Ton Daniela) bestanden und bin zufriedene Trägerin des Copywriting-Gelbgurts.
So gilt ab jetzt für mich und Kiefheim: Farbe grün, Gurt gelb!
Und falls Sie neugierig geworden sind: Den Text meiner Abschlussarbeit lesen Sie auf meiner Website.
* Alle, die Lust bekommen haben, ebenfalls den Copywriting-Gelbgurt zu erwerben, muss ich enttäuschen: Daniela hat das Angebot im Sommer 2025 eingestellt und unterrichtet jetzt stattdessen Yoga.
